Dienstag, 13. Februar 2018

[Rezension] Der Pirat und das Mädchen von Ivy Paul



Titel: Der Pirat und das Mädchen | Autor: Ivy Paul
Verlag: Plaisir d'Amour
Preis: E-Book 6,99€ / Taschenbuch 12,90 € | Seitenzahl: 324
Weitere Informationen bei Amazon

[Klappentext]
Magdalena O'Heara wird von ihrem Vater in die Karibik geschickt, um dort gegen ihren Willen den Gouverneur einer der Inseln, Don Bernardino, zu heiraten. Doch ausgerechnet ihr Schiff wird während der Überfahrt vom gefürchteten Piratenkapitän Brian Dempsey, dem Schrecken der Karibik, überfallen. 
Im Getümmel der Schlacht verkleidet Magdalena sich als Schiffsjunge und schließt sich den wilden Piraten an. 
Sie wird der private Kabinenjunge für den Kapitän und es dauert nicht lange, bis Brian herausfindet, dass Magdalena in Wahrheit eine bezaubernde junge Frau ist. Er geht auf ihre Maskerade ein und während ihn ihre Unschuld immer mehr zu reizen beginnt, ist Magdalena von dem Anführer der Piraten fasziniert. 
Doch dann findet Brian heraus, dass Magdalena die Verlobte seines Todfeindes Bernadino ist …

In das Cover habe ich mich vom ersten Moment an verliebt. Es passt sehr gut zum Inhalt der Geschichte und wirkt zum einen etwas düster, aber auch nicht zu sehr. Es fängt perfekt ein, worum es geht. Die Aufmachung vom Buch selbst ist in Ordnung, wenn auch sehr einfach. 

Ich muss gestehen, dass ich anfangs etwas skeptisch war. Ich bin ein Cover-Mensch und deswegen kam dieses Buch für mich überhaupt in Betracht. Dazu kommt, dass ich Piraten faszinierend finde. Aber ich bin nicht so der Fan von historischen Büchern. Trotzdem konnte mich das Buch fesseln und hat mir schöne Lesestunden bereitet. Ich konnte mich sehr gut auf die Geschichte einlassen und finde sie sehr authentisch.

Man begleitet die junge Magdalena, ein Bastard eines Earls, die mit einem ihr unbekannten Mann verheiratet werden soll. Als das Schiff, das sie zu ihrem Verlobten bringen soll, geentert wird, verkleidet sie sich als Junge und geht mit an Bord der Revenge - dem Schiff von Black Brian, dem Schrecken der Meere. Schnell merkt sie, dass er gar nicht so übel ist und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Der Handlungsverlauf ist in sich schlüssig und gut strukturiert. Es ist nicht zu langweilig und bietet genau die richtige Mischung zwischen prickelnder Erotik und einer spannenden Geschichte. Es gibt eine Handlung und nicht nur Sex. Das hat mir sehr gut gefallen. Trotzdem hatte ich in der Mitte einen kleinen Durchhänger und kurzzeitig das Gefühl, auf der Stelle zu treten.

Sprachlich mochte ich das Buch auch. Es war leicht zu lesen und hat einen von der ersten Seite an in den Bann gezogen. Die Autorin hat eine wunderschöne Atmosphäre erschaffen und einen regelrecht mit in die Geschichte hineingezogen. Ich hatte teilweise das Gefühl, selbst Teil der Geschichte zu sein. Man merkt sofort, dass sie ein Auge für Details hat, mit denen sie die einzelnen Szenen liebevoll ausarbeitet.

Mit Magdalena habe ich mich sofort identifizieren können. Die junge Frau ist sympathisch und unglaublich unschuldig, dass man ständig das Gefühl hatte, sie beschützen zu müssen. Mit der zeit entwickelt sie sich zu einer starken Frau und das hat mir sehr gefallen. Brian ist ein Typ, den man einfach nur anschmachten möchte. Obwohl einige Szenen auch aus seiner Sicht geschrieben sind, bleibt er etwas distanziert. Das fand ich schade.


Alles in allem eine wundervolle Geschichte, die ich nur empfehlen kann. Sie bietet eine authentische Kulisse, die sehr gut in die Handlung integriert ist, ohne zu sehr auf dem historischen Kern einzugehen, so dass sie auch für diejenigen etwas ist, die nicht so gerne historische Geschichten lesen. Sie bietet einen tollen, flüssigen Schreibstil, der einen von der ersten Seite an gefangen nimmt. Dazu kommt eine in sich schlüssige Handlung und Charaktere, die sich toll entwickeln.

Deswegen gibt es:

4 von 5 Schmetterlingen

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen