Dienstag, 22. August 2017

[Rezension] Der letzte erste Blick von Bianca Ionisovi



Titel: Der letzte erste Blick | Autor: Bianca Iosivoni
Verlag: Lyx
Preis: E-Book 8,99€ / Taschenbuch 10,00€ | Seitenzahl: 464 Seiten

Manchmal genügt ein einziger Blick ... Endlich frei! Emery Lance kann es nicht erwarten, ihr Studium in West Virginia zu beginnen. Niemand kennt hier ihre Geschichte. Niemand weiß, was zu Hause geschehen ist. Dafür ist sie auch bereit, in Kauf zu nehmen, dass die Situation im Wohnheim alles andere als ideal ist. Nicht nur treibt ihr Mitbewohner sie regelmäßig in den Wahnsinn - sein bester Freund Dylan Westbrook bringt ihr Herz mit einem einzigen Blick zum Rasen. Dylan ist genau die Art von Typ, von der Em sich unbedingt fernhalten wollte. Er sieht zu gut aus und ist viel zu nett - von den Streichen, die er Emery bei jeder sich bietenden Gelegenheit spielt mal abgesehen. Mit der Zeit kommen die beiden sich immer näher. Doch Emery ahnt nicht, dass Dylan etwas vor ihr verbirgt. Etwas, das ihre Welt erneut auf den Kopf stellen könnte ...


In das Cover habe ich mich sofort verliebt. Ich liebe die blassen Farben, die es zu etwas ganz besonderem machen. Im Buchladen hätte ich es sofort in die Hand genommen.

Alleine wegen der Autorin musste ich das Buch haben. Es versprach, eine außergewöhnliche Liebesgeschichte zu werden, doch irgendwie bin ich etwas enttäuscht. Das liegt zum einen an der Umsetzung der Geschichte, die irgendwie vorhersehbar und oberflächlich wirkt. Es geschieht kaum etwas und zieht sich gewaltig. Es werden ständig irgendwelche Andeutungen zu Personen gemacht, die aber nicht erläutert werden. Am Anfang machte das noch neugierig, nur irgendwann nervt das gewaltig.

Was mich ebenfalls nicht überzeugen konnte, waren die Charaktere. Hier hat sich eine Clique zusammengefunden, die außergewöhnlicher nicht sein könnten. Sie sind so besonders und perfekt, dass sie vollkommen unrealistisch wirkten. Obwohl jeder seine eigene Geschichte hat, hatte ich das Gefühl, als hätte man jeden einzelnen austauschen können. Dazu kommt, dass ich mich nicht mit ihnen identifizieren konnte und mir alle gewaltig auf die Nerven gingen.

Das einzige, das mir gefallen hat, war der Schreibstil. Die Autorin schreibt locker und leicht, dass die Seiten nur dahinfliegen, ohne dass man dies überhaupt bemerkt. Sie hat ein Auge für Detail und weiß genau, wann sie etwas ausschmücken muss.


Alles in allem bin ich etwas enttäuscht von der Geschichte. Ich hatte eine außergewöhnliche Liebesgeschichte erwartet, doch bekam eine schnulzige Geschichte ohne großartige Handlung und viel zu perfekte Charaktere. Am besten hat mir der Schreibstil gefallen, der einen mit seiner Bildgewalt begeistert.

Deswegen gibt es:

2 von 5 Schmetterlingen

Ich danke dem Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

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