Sonntag, 16. April 2017

[Rezension] Die Legende von Enyador von Mira Valentin



Titel: Die Legende von Enyador | Autor: Mira Valentin
Verlag: Books on Demand
Preis: E-Book 3,99€ / Taschenbuch: 12,99€ | Seitenzahl: 384
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[Klappentext]
Vier Königssöhne. Vier Wünsche. Ein Schicksal. Seit Jahrhunderten kämpfen in Enyador Elben, Drachen und Dämonen um die Macht. Die Menschen wurden von den Elben unterworfen, ihre Erstgeborenen als Sklaven in den Krieg gegen die Drachen geschickt. Doch Tristan, ein Waisenjunge, widersetzt sich seinen Unterdrückern, anstatt an deren Grausamkeit zu verzweifeln. Dadurch löst er eine Reihe von Ereignissen aus ... und eine uralte Prophezeiung erwacht zu neuem Leben.


"Die Legende von Enyador" von Mira Valentin ist ein bombastischer und fantastischer Auftakt der neuen Enyador-Reihe. Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und war absolut atemberaubend.

Das Cover, das von Alexander Kopainski entworfen wurde, zeigt im Mittelpunkt einen fliegenden Drachen und ist recht düster gehalten. Es vermittelt etwas Magisches und Geheimnisvolles, was auch perfekt zum Buch passt.

Der Schreibstil ist unglaublich flüssig und sehr angenehm zu lesen und die Geschichte ist so spannend, dass ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen habe. Die Seiten flogen nur so dahin.

Nach einem Prolog, der die Ausgangssituation schildert und über die vier Könige und ihre Söhne erzählt, richten die Kapitel ihr Augenmerk jeweils auf einen der Hauptprotagonisten: Tristan, Kay, Agnes, Istariel und Isora.
In verschiedenen Handlungssträngen, jeweils mit einem dieser Charaktere in der dritten Person, erlebt man die Geschichte und bekommt so mit, was an den verschiedenen Orten alles gerade passiert. Das macht es besonders aufregend, da man natürlich mehr weiß als die einzelnen Protagonisten selbst.
Diese sind so gut dargestellt, dass man sie sich nicht nur äußerlich, sondern auch charakterlich sehr gut vorstellen kann. Sie sind auch so unterschiedlich, dass sicherlich jeder Leser einen Charakter finden kann, mit dem er besonders sympathisiert.
Auch die Welt von Enyador, die hier geschildert wird, ist mit Worten so gut ausgemalt, dass man alles ganz genau vor Augen hat und richtig in diese fantastische Welt abtauchen kann.
Noch hilfreicher machen dies auch die Illustrationen von Lucy-Mae Tatzel, die einzelne Szenen des Buches darstellen. Das ist ein ganz besonderes Highlight, das den Lesegenuss noch weiter steigert.

Die Drachen in Mira Valentins Buch sind etwas ganz Besonderes, denn sie sind nicht so wie die üblichen Drachen, die man aus anderen Büchern kennt. Nein, sie sind nicht gewöhnlich, sondern Gestaltwandler, die in ihrer menschlichen Erscheinungsweise recht freizügig sind - und das nicht nur, was ihr Aussehen betrifft: auch ihr Mundwerk ist sehr offen und frei. Das sorgt für einige witzige und erheiternde Momente in dem sonst oft kriegerischem und düsteren Umfeld.

Nach und nach verweben sich die Handlungsstränge immer mehr und die einzelnen Protagonisten finden auf ihren Wegen zum Teil zusammen. Ihre jeweiligen Reisen zu verfolgen, ist unheimlich spannend.
Auch das Ende lässt einen mit purer Spannung und großer Erwartung auf den zweiten Band zurück. Ich möchte unbedingt bald mehr von Enyador und diesen sympathischen Protagonisten lesen.

"Die Legende von Enyador" war für mich ein unheimlich guter Reihenauftakt, der mich richtig neugierig auf eine Fortsetzung gemacht hat und mich vom Anfang bis zum Ende begeistern konnte. Ich bin total überrascht, wie sehr mich dieses Buch fesseln konnte, da ich normalerweise nicht unbedingt die "klassische Drachengeschichten-Leserin" bin. Doch die Vielfalt und die Besonderheit der Drachen haben mich absolut überzeugen können.
Für mich war es ein faszinierendes Highlight!


Daher gibt es ganz klar:




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