Montag, 1. August 2016

[Rezension] Leons Erbe von Michael Theißen





Für Katja bricht eine Welt zusammen, als ihr Sohn Leon bei einem Autounfall ums Leben kommt. Es ist der zweite schwere Schicksalsschlag in kurzer Zeit. Erst vor sechs Monaten ist ihre Schwester spurlos verschwunden. Als Katja nach Leons Trauerfeier einen Anruf erhält, überschlagen sich die Ereignisse: Ein Notar ist im Besitz einer Kiste, die Leon seiner Mutter vererbt hat. Als Katja die Kiste öffnet, entdeckt sie darin ein Armband, das ihrer Schwester gehörte. Wie ist ihr Sohn in den Besitz dieses Armbandes gekommen? Und warum hat er es bei einem Notar hinterlegt? Was will Leon seiner Mutter aus dem Tod heraus damit sagen? Für Katja beginnt eine Suche nach der Wahrheit - nichtsahnend, dass sie damit die Tür zu einem dunklen Familiengeheimnis öffnet ...

Seitenzahl: 232 Seiten
Verlag: Bastei Entertainment
Originalsprache: Deutsch



Das Cover ist zwar sehr einfach gehalten, aber es hat mich direkt in seinen Bann gezogen. Dadurch, dass es größtenteils in Schwarz und Weiß gehalten wurde, setzt es sich von vielen Covern ab. Der Klappentext klang vielversprechend und so wollte ich das Buch gerne lesen.

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, da mich in letzter Zeit nicht so viele Thriller überzeugen konnten. Leons Erbe aber hat mich gefesselt und nicht mehr losgelassen. Man wird halb ins kalte Wasser geschmissen, denn Leon ist schon tot und die Schwester seit einem halben Jahr verschwunden.  Man wird nach und nach durch die Geschichte geführt und erfährt stückchenweise immer mehr. An genau den richtigen Stellen werden die nötigen Informationen gegeben, sodass die Geschichte nicht langweilig wird. Es wird alles aufgelöst, sodass die Geschichte in sich rund und abgeschlossen ist,

Sprachlich finde ich das Buch sehr gut. Es ist leicht, aber flüssig zu lesen. Es regt zum Nachdenken an, aber ohne dass es zu schwer ist. Die Wortwahl und Beschreibungen passen perfekt zu einem Thriller. Mich hat dieser Stil mitgerissen und fasziniert.
Die Charaktere passen an sich perfekt in die Geschichte hinein. Sie sind von Schmerz gezeichnete Charaktere und passen perfekt in ihre Rollen. Für mich haben die Charaktere jedoch ein klein wenig zu viel Dramatik vermittelt. Teilweise habe ich mich schon gefragt, wie viel eine Familie aushalten kann. Es waren keine perfekten Charaktere, daher waren sie an sich interessant.


Alles in allem in tolles, gelungenes Buch, das in sich rund ist. Vielleicht ein wenig zu viel Dramatik, aber spannend und fesselnd bis zum Schluss. Man erlebt die eine oder andere Überraschung und wird in genau dem richtigen Tempo vorwärts geführt, sodass es nicht langweilig wird.

Deswegen gibt es:

4 von 5 Schmetterlingen 

Ich danke Michale Theißen und Bastei Entertainment für diesen Rezensionsexemplar.

1 Kommentar:

  1. Hallo Alex,

    schön, dass es dir auch gefallen hat. Stimmt, ab und an wird's ein bisschen zu dramatisch. Aber ansonsten empfand ich es als richtige Thriller-Überraschung, weil es mal ohne unnötige Konstruktionen auskommt.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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